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Auricularia polytricha: Judasohr (Asien, Europa, Nord-und Mittelamerika)

Hinter dem Namen „Judasohr” steht eine Legende, nach der sich der biblische Verräter Judas an einem Holunderbaum erhängte. An diesem Baum wuchsen angeblich Pilze, deren Form an Ohrmuscheln erinnerte.

In Asien wird dieser Pilz schon seit vielen hundert Jahren als Heilmittel eingesetzt. Aufgrund seines hohen Gehaltes an Eisen, Kalium, Magnesium, Silizium und vielen B-Vitaminen sowie seiner antioxydativen Wirkung wird dieser Pilz v.a. zur Behandlung von Entzündungen und Erkrankungen des Blutes eingesetzt. Im Tierversuch konnte nachgewiesen werden, dass Auricularia erhöhte Cholesterin-und Triglyzeridspiegel senkt.

Ich setze Auricularia vor allem ein:

  • zur Verbesserung des Blutbildes
  • zur Durchblutungssteigerung
  • bei Entzündungen (Schleimhäute)
  • bei Krämpfen

Coprinus comatus: Schopftintling (Asien, Europa)

Dieser Pilz gilt Umweltforschern als Indikator für Bleiverseuchung. Damit geht der Sammler wildwachsender Exemplare ein erhöhtes Risiko ein. Das ist auch ein Grund für meinen anfangs gemachten Hinweis, nur auf Schwermetallfreiheit geprüfte Pilzextrakte zu verwenden.

In der Humanmedizin ist der Coprinus vor allem durch seine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel bekannt. Er wird hauptsächlich bei Typ-2-Diabetikern eingesetzt, denn mit Coprinus kann die Insulindosierung verringert werden. Möglicherweise hat Coprinus auch eine schützende Wirkung auf die Langerhans`schen Inselzellen, die für die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse zuständig sind.

Der Coprinus enthält in der Trockensubstanz ca 30% Roheiweiß. Nachgewiesen wurden 20 freie Aminosäuren, viele Mineralstoffe und B-Vitamine. Er gehört zu den wenigen Pilzen, die viel Vitamin C enthalten.

Ich setzte den Coprinus bei folgenden Erkrankungen ein bei:

  • Diabetes
  • Tumoren des Binde-und Stützgewebes

Cordiceps sinensis: Chinesischer Raupenpilz (Asien ,in den Hochtälern des Himalaya)

Der Cordiceps zählt zu ungewöhnlichsten Vitalpilzen. Er wächst in 3000 – 5000 Metern hoch gelegenen Graslandschaften des Himalayas und befällt dort unterirdisch als Parasit eine bestimmte Raupenart. Die Raupe wird abgetötet und der Pilz wächst dann nach der Schneeschmelze überirdisch als länglicher Fruchtkörper aus der Erde heraus. Er wird deshalb auch als Winterwurm bezeichnet.

Schon die alten chinesischen Kaiser wussten um die vitalisierende Wirkung des Cordiceps. Cordiceps wurde bei Erschöpfung, Kopf-und Rückenschmerzen sowie als Potenzmittel eingesetzt. Mittlerweile weiß man auch in Europa um die stärkende Wirkung des Cordiceps. In Nepal gleicht das Sammeln des Pilzes mittlerweile einem modernen Goldrausch. Tausende von Sammlern treffen jedes Jahr im Hochland ein, um den Winterwurm zu ernten.

In der Tiermedizin verwende ich diesen Pilz :

  • zur Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • bei Erschöpfung nach Operationen
  • bei Erkrankungen der Niere und der Lunge
  • bei Infektionen
  • zur Stärkung des Immunsystems

Hericium erinaceum: Affenkopfpilz, Igelstachelbart (Asien,Europa)

Der Hericium-Pilz wirkt hauptsächlich im Magen-Darmtrakt. Hier kann der Pilz die geschädigte Schleimhaut wieder regenerieren. Außerdem aktiviert Hericium das Nervengewebe, schützt Nervenzellen vor neurodegenerativem Stress und hat einen regulierenden Effekt auf die Myelinbildung.

Da Allergien zu 80% ursächlich im Darm beginnen, gehört  in meiner Praxis die Sanierung des Darmes zu jeder Allergiebehandlung dazu. Hier ist mir der Hericium-Pilz eine große Hilfe, um das Magen-Darmsystem zu stabilisieren.

Ich setze Hericium vor allem ein bei:

  • akuten und chronischen Erkrankungen des Magen-Darmtraktes
  • Nervenerkrankungen

Maitake: Klapperschwamm ,tanzender Pilz(Asien und Europa)

Der Hauptwirkstoff des Maitakes ist ein Polysaccharid (D-Fraktion), das Immunzellen zur Zellteilung anregt. Der Pilz aktiviert Stammzellen, Makrophagen und T-Zellen und somit einen großen Teil des Immunsystems.

Aufgrund dieser Wirkung verwende ich den Maitake-Pilz zusammen mit anderen immunstärkend wirkenden Pilzen zur Behandlung von:

  • Krebserkrankungen
  • sowie allen Erkrankungen, die mit einer Schwächung des Immunsystems einhergehen

Polyporus umbellatus: Eichhase (Asien und Europa)

Der Pilz Polyporus galt schon im alten China als harntreibend. Verschiedene positive Auswirkungen von Polyporus auf das Harnwegssystem wie die Ankurbelung der Urinproduktion sowie die Natrium-und Chloridausscheidung sind inzwischen wissenschaftlich belegt.

Ich verwende Polyporus in der Praxis:

  • zur Entwässerung bei durch Herzerkrankungen entstandene Ödeme (statt Lasix)
  • zur Regulation des lymphatischen Systems
  • bei Blasenentzündungen und Blasensteinen
  • zur Entwässerung allgemein

Reishi (Ganoderma lucidum, Ling Zhi) - Vorkommen weltweit

Mit dem Name Ling Zhi -Pilz der Unsterblichkeit- ist die Bedeutung diese Pilzes klargestellt.

In Asien ist dieser Pilz seit ca. 4000 Jahren bekannt. In der Traditionellen chinesischen Medizin gilt der Reishi als wichtiges Tonikum für ein langes Leben. Dem Pilz werden nährende und entgiftende Eigenschaften zugeschrieben.

Mittlerweile wird dieser Pilz auch in Europa immer bekannter und beliebter. Die weltweite Produktion betrug im Jahre 1997 schon über 4300 Tonnen.

Reishi ist vermutlich der am besten wissenschaftlich untersuchte asiatische Vitalpilz: Er wirkt als Radikalefänger und ist so in der Lage, oxydativen Stress abzubauen. Reishi verbessert die Sauerstoffaufnahme im Blut, und wird deshalb präventiv gegen Höhenkrankheit bei Bergsteigern eingesetzt.

Hohe Wirksamkeit entfaltet dieser Pilz auch bei chronischen Erkrankungen, vor allem bei Krankheiten der Leber und des Herzens.

Auch wurde nachgewiesen, dass Reishi in der Lage ist, auf verschiedene Zelltypen des Immunsystems einzuwirken. Dies ist vor allem für die Beeinflussung von Krebs- sowie Immunerkrankungen bedeutsam.

Ich verwende den Reishi-Pilz in meiner Praxis sehr oft und gerne:

  • bei allen Krebserkrankungen
  • zur Leberentgiftung
  • bei Übergewicht
  • bei Allergien
  • bei Fettstoffwechselstörungen
  • bei Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • bei alten Patienten zur Stärkung der Gesamtkondition

Coriolus versicolor: Yun Zhi, Schmetterlingstramete  (Asien, Europa)

Aus ganzheitlicher Sicht teilt der Coriolus die Haupteigenschaften aller wichtigen Vitalpilze. Er wirkt entgiftend, stärkend und regulierend zugleich. In China und Japan gilt der Yun Zhi schon lange als potenter Heilpilz, der das Immunsystem vor allem im Kampf gegen Viren stärkt. Deswegen wird dieser Pilz auch gerne zur Prophylaxe und zur Behandlung von Infektionen verwendet. Er aktiviert die zelluläre Abwehr und regt die Bildung von Antikörpern an. Aber auch in der Krebstherapie und zur Krebsvorbeugung wird der Coriolus eingesetzt.

Ich verwende ihn in der Praxis bei:

  • bakteriellen und viralen Infekten
  • Warzen
  • Parasiten
  • Pilzerkrankungen
  • sowie alle Arten der Tumorbildung

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