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Akupunktur hilft natürlich – auch bei Tieren

(Lat.: Acus = Nadel, punktura = Einstich)

Die Lehre der mittlerweile seit über 2.000 Jahre alten Akupunktur basiert darauf, dass spezifische Körperpunkte stimuliert bzw. gereizt werden. Durch diese Stimulation verändern sich verschiedene biochemische und physiologische Zustände: Das energetische Gleichgewicht im Körper wird wieder hergestellt und die Ursache von Störungen dadurch behoben. Dazu muss man wissen, dass (elektrische) Energie kontinuierlich durch den Körper fließt und für den reibungslosen Ablauf der Zellkommunikation in vielfältigster Weise verantwortlich ist. Wird dieser Energiefluss gestört bzw. gehemmt, kommt es ähnlich wie in einem Fluss, der durch ein Hindernis gestaut wird, zu Unregelmäßigkeiten und schließlich zu Erkrankungen. Auch kann der Energiefluss im menschlichen oder tierischen Organismus sich kumulieren und überschießend arbeiten – dies ist dann so, als würde ein natürlicher Wasserlauf Hochwasser führen. Auch dieser „Überlauf“ führt zu vielfältigen Leiden und Erkrankungen.

Im Falle eines Energieabfalls muss das Hindernis beiseite geräumt werden, um den Energiefluss wieder zu normalisieren, im Falle der Energiekumulation muss der Fluss geregelt und verteilt werden. Beides vermag die Akupunktur.

Prinzipiell muss gesagt werden, dass die Akupunktur nur bei allen funktionellen und reversiblen Erkrankungen angebracht ist. Was einmal zerstört ist, kann durch die Akupunktur nicht mehr zusammen gesetzt und geheilt werden. Doch die Akupunktur normalisiert und harmonisiert alle Organfunktionen, die reflektorisch bzw. regulatorisch gestört sind.

Die verschiedenen Methoden der Akupunktur

Grundsätzlich unterscheidet man zunächst zwischen Körper- und Ohrakupunktur: Bei der Ohrakupunktur werden gewisse Ohrareale bestimmten Körperteilen zugeordnet, die miteinander energetisch korrespondieren. Diese Punkte können auch diagnostisch genutzt werden. Ist ein Ohrakupunktur-Punkt empfindlich und das Tier reagiert darauf, zeigt dies eine Erkrankung im entsprechenden korrespondierenden Organ an.

Die Körperakupunktur hingegen setzt direkt an den sog. Meridianpunkten des Organismus an, d. h. Gewebe, Nervenbahnen und Organe werden mittels Akupunktur direkt stimuliert.

In unserer Praxis werden zur Akupunktur nicht nur Nadeln verwendet, sondern auch der Laser (vor allem bei empfindlichen Tieren und somit bei allen Katzen). Die Laserakupunktur ist völlig schmerzfrei und die Tiere lassen die Behandlung gerne geschehen.

Wir verwenden die Akupunktur vor allem bei:

  • Funktionellen Störungen des Bewegungsapparates (Arthrosen, Wirbelsäulenerkrankungen etc.)
  • Erkrankungen innerer Organe (Gastritis, Durchfall, Stoffwechselstörungen etc.)
  • Bei Notfällen (Atemstillstand) und auch sehr oft bei Katern mit Harnansatzstörungen oder totaler
    Harnverhaltung

Nicht verwendet werden darf die Akupunktur bei irreversiblen Veränderungen wie Nekrosen, Septikämien, Infektionskrankheiten, Tumoren, massiven Mangelzuständen und chirurgische Indikationen.