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Die Risiken des Impfens

Das Impfen ist – wie beim Menschen – stets mit Risiken behaftet. Auch bei Hunden und Katzen kann es zu kritischen Reaktionen des Organismus kommen: Am häufigsten kommt es nach aktueller Informationslage zu anaphylaktischen Schocks, Atemnot, Erbrechen, Durchfall, Fazialödemen (Kopfschwellungen) und Pruritus (Juckreiz), außerdem können Autoimmunkrankheiten, Polyarthritis, bakterielle Infektionen, Ohren- und Harnweginfektionen sowie auch Verhaltens- und Wesensstörungen die Folge sein.

Impfsarkome – eine Gefahr für Katzen

Besonders problematisch stellen sich die potentiellen Impf-Nebenwirkungen bei Katzen dar. Katzen reagieren auf Injektionen weitaus empfindlicher als andere Kleintiere, da sie eine starke Neigung zur Entartung der Zellen aufweisen. Darüber hinaus reichern manche Hersteller ihre Impfpräparate mit sog. Adjuvantien an, die die Immunreaktion des Tieres auf den Impfstoff verstärken sollen. Allerdings sind Adjuvantien chemische Zusatzstoffe, meist Aluminiumsalze, und gelten mittlerweile als Verursacher für das gefürchtete Impfsarkom.

Diese Fibrosarkome, bösartige, schnell wachsende und streuende Tumoren, die bei Katzen nach einer Impfung direkt an der Impfstelle entstehen können, müssen dann meist operativ entfernt werden – und dies bewirkt nicht automatisch eine Heilung. Denn Sarkome wachsen leider rasch nach.

Impfen – aber richtig!

Allen verantwortungsbewussten Tierhaltern, denen das Wohlergehen ihrer Tiere am Herzen liegt, möchte ich folgende Impf-Schemata ans Herz legen:

Die Impfung bei der Katze:

  • Wohnungskatzen:

Wohnungskatzen müssen nur gegen die Katzenseuche geimpft werden. Hier reicht die zweimalige Grundimmunsierung mit adjuvansfreien Impfstoffen, z. B. mit Eurfifel, im Welpenalter vollkommen. Ist ein Kätzchen bei der Erstimpfung bereits älter als 16 Wochen, so reicht eine einmalige Impfung. Die Immunität hält lebenslänglich an.

  • Freilaufende Katzen:

Katzenschnupfen: Neben der beschriebenen Grundimmunisierung sollten freilaufende Katzen auch gegen Katzenschnupfen geimpft werden. Zwar schützt die Impfung nicht gegen die Infektion selbst, aber sie kann die Krankheitssymptome bzw. den Krankheitsverlauf lindern. Auch hier hält die zweimalige Immunisierung im Welpenalter vor, Nachimpfungen bringen nach heutigem Kenntnisstand nichts.

Leukose: Auch hier hält die zweimalige Grundimmunisierung ein Leben lang. Diese Impfung ist nur bei Welpen und Jungtieren sinnvoll. Bei älteren Katzen kommt sie in Betracht, wenn mehrere Katzen zusammen leben bzw. einzelne Tiere bereits infiziert sind. Doch auch dann schützt die Impfung ein noch gesundes Tier nicht immer.

Tollwut: Diese Impfung sollte nur erfolgen, wenn Sie Ihr Tier mit ins Ausland nehmen. Da es keine adjuvansfreien Impfstoffe gibt, sollte auf Rhabdomun und Enduracell T bestanden werden, da diese für mindestens vier Jahre schützen.

  • Impfungen der Katze, die nichts bzw. fast gar nichts bringen:

FIP (Feline infektiöse Peritonitis): Hier ist das Risiko, den Krankheitsausbruch gerade durch die Impfung zu fördern, sehr hoch!

Chlamydien: Die Schutzwirkung ist sehr schlecht; stattdessen ist das Risiko der Nebenwirkungen sehr hoch.

Hautpilz: Ein neuer Impfstoff soll die Heilung bei Pilzerkrankungen angeblich beschleunigen. Bei den offiziellen Meldungen zu Nebenwirkungen wird dieser Impfstoff jedoch häufig genannt. Hautpilze treten bei Katzen vor allem auf, wenn sie Stress ausgesetzt sind und zu mehreren auf engem Raum leben. Präventive Hygienemaßnahmen sind hier allemal sinnvoller als diese fragwürdige, auch von vielen Katzenhaltern negativ bewertete Impfung.

Die Impfung beim Hund:

  • Staupe, Hepatitis und Parvo:

Gegen diese Krankheiten sollten alle Hunde grundsätzlich im Welpenalter immunisiert werden. Zwar kommen diese Erkrankungen kaum noch vor, aber zum Schutz vor infizierten Welpen, die skrupel- und gewissenlose Händler aus dem Osten schmuggeln und an Autobahnen verkaufen (ein Drama, dem Einhalt geboten werden muss!), sollte auf diese Impfungen nicht verzichtet werden.

  • Tollwut

Das Infektionsrisiko ist heutzutage äußerst gering. Wer allerdings ins Ausland fährt und seinen Hund mitnimmt, muss ihn gesetzlich vorgeschrieben gegen Tollwut impfen lassen. Hier sollte man sich für das Präparat Madivac entscheiden, das für einen Zeitraum von drei Jahren zugelassen ist. Achtung: Tollwut darf nie mit anderen Impfstoffen gemeinsam verabreicht werden! Welpen sollten diese Impfung erst ab einem Alter von sechs Monaten und nach dem vollständigen Zahnwechsel erhalten.

Impfungen des Hundes, die nichts bzw. fast gar nichts bringen:

  • Leptospirose (eine chronische bakterielle Infektionskrankheit)

Lepto-Impfstoffe schützen, wenn überhaupt, nur gegen zwei Bakterienstämme, von denen es noch viel mehr gibt. Darüber hinaus ist das Neben- und Nachwirkungspotential dieser Impfung sehr hoch.

  • Borreliose (durch Zecken und andere Insekten übertragene virale Erkrankung)

Auch hier schützt eine Impfung nahezu kaum, weil die in unseren Gebieten vorkommenden Borrelien gegen eine Impfung überwiegend immun sind. Auch hier ist das Nebenwirkungspotential sehr hoch und steht in keiner Relation zu einer etwaigen Wirkung.

  • Zwingerhusten

Art und Ursache der Infektion mit Zwingerhusten sind extrem verschieden, so dass eine Impfung gegen einen einzelnen Erreger sinnlos ist. Dagegen sprechen wiederum die Gefahren der Nebenwirkungen.

  • Corona-Virus

Gegen das Corona-Virus wird seit neuestem gerne geimpft, denn dies soll vor Durchfallerkrankungen schützen. Sollte eine Infektion beim Hund überhaupt geschehen, ist der Verlauf der Erkrankung jedoch sehr kurz und milde und Experten aus aller Welt bezweifeln diese Impfmaßnahme aus verschiedenen Gründen.

Für weitere Fragen und Informationen rund um das Thema Impfen stehen wir Ihnen in unserer Praxis jederzeit gerne zu Verfügung.


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