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Homöopathie: Ähnliches mit Ähnlichem heilen

Gerade  in der heutigen Zeit, in der  Mensch und Tier täglich körperlich und seelisch großen Belastungen ausgesetzt sind, vermag die Homöopathie wie keine andere medikamentöse Heilmethode das Gleichgewicht eines erkrankten Organismus wieder herzustellen.

Über die immer wieder zutage tretenden Gegensätze homöopathischer Therapie einerseits und der Schulmedizin andererseits soll nur kurz gesagt werden, dass die Homöopathie  auf die Selbstheilungskraft des Organismus vertraut und ihre Therapie darauf aufbaut, während die Schulmedizin sich der Behandlung von Einzelbeschwerden zuwendet und den ganzheitlichen Aspekt vernachlässigt. Damit soll keineswegs die Schulmedizin verteufelt werden - ganz im Gegenteil. Wo wären wir ohne moderne Notfallmedizin, um damit nur ein Beispiel zu nennen.

Doch hat gerade die Homöopathie neben der Schulmedizin einen großen Stellenwert. Vor allem bei chronischen Erkrankungen versagt die Schulmedizin in vielen Fällen. Dies zeigt sich in den großen Zahlen unzufriedener Patienten, die weiterhin und anderswo Hilfe suchen, da die Allopathie oft genug nicht nur versagt, sondern die Neben- und Nachwirkungen ausufern.

Auch in der Tiermedizin hat die Homöopathie mittlerweile ihren festen Platz gefunden. Gerade die von den Schulmedizinern aufgegebenen Fälle stellen für die homöopathisch orientierte Praxis eine Herausforderung dar.

Wie oft wurden mir austherapierte Krankheitsfälle in meiner Praxis vorgestellt, die in der Homöopathie die „letzte Rettung“ sahen – und dies zu Recht. Leider sind diese Patienten dann oft bereits so vollgepumpt mit Medikamenten, dass es eine längere Zeit in Anspruch nimmt, diese aus dem Organismus heraus zu leiten. Wichtig ist dabei immer, auch den vierbeinigen Patienten als Ganzes zu betrachten: Seine Umwelt, seine Ernährung, seine Haltungsbedingungen etc. sind in seinen Krankheitsbericht aufzunehmen, um ein komplexes Bild zu bekommen. Erst dann kann eine geeignete Therapie eingeleitet werden.
Dazu braucht es Zeit. Eine sogenannte „homöopathische Fallanalyse“ kann deshalb bei der ersten Visite schon einmal eine Stunde dauern. Die folgenden Visiten dauern dann meistens etwas kürzer oder können auch telefonisch besprochen werden.  

Diese Zeit und das Wissen kosten natürlich Geld. Wenn man jedoch bedenkt, welche finanziellen Belastungen die zuvor angesetzten schulmedizinischer Therapie  mit sich brachten, nimmt sich eine homöopathische Behandlung vergleichsweise aus.

Was ist eigentlich Homöopathie?

Der Grundsatz der Homöopathie lautet:

Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt.

Was bedeutet das? Beispielsweise werden durch den Genuss der Tollkirsche bestimmte Vergiftungserscheinungen im menschlichen oder auch tierischen Organismus hervorgerufen. Das Prinzip der Homöopathie besteht nun darin, die krankmachenden Inhaltsstoffe der Tollkirsche so zu verdünnen (zu potenzieren), dass sie beim Patienten just jene Krankheitsbilder heilen können, die die tatsächliche Vergiftung gezeigt hat.

Die Homöopathie benutzt verschiedene Ausgangsstoffe. Diese sind:

  • Mineralische Substanzen wie Gold,  Quecksilber, Arsen, Schwefel, etc.
  • Pflanzliche Ausgangsstoffe wie Tollkirsche ,Arnika, Küchenschelle, etc.
  • Tierische Substanzen wie Apis (die Honigbiene), Lachesis (das Schlangengift), etc.

Diese Substanzen werden nun verarbeitet,  d.h. geschüttelt, verrieben und verdünnt (D-Potenzen, C-Potenzen) und in einen neutralen Träger vermischt (Wasser , Milchzucker oder Alkohol) und dem Patienten verabreicht.

Die Bestimmung des Heilmittels richtet sich immer nach dem Krankheitsbild des einzelnen Patienten.
Dafür werden alle Symptome erhoben, wobei nicht nur objektive Symptome wie z. B.  Durchfall gewertet werden,  sondern auch subjektive Phänomene wie Veränderungen in der Psyche, Gefühle etc.

Diese Arbeit erfordert viel Einfühlungsvermögen. Gerade bei Tieren ist es oft sehr schwierig, anhand der  Angaben des Besitzers, auf die man letztendlich natürlich angewiesen ist, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und so das richtige Mittel zu bestimmen.

Jedenfalls ist es immer eine Herausforderung, eine homöopathische Fallanalyse zu erstellen und damit auch Erfolg zu haben. In unserer Praxis können wir jedoch auf jahrzehntelange Erfahrungen zurückgreifen und sind in Anamnese und Auswahl homöopathischer Wirkstoffe geschult.